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Abwasserwerk setzt auf moderne Technologie zur Rohrsanierung

Anfang Dezember sorgten zwei 20-Tonner und eine als Sprungschanze anmutendes Förderband auf der Europa-Kreuzung für Aufsehen.

Das Abwasserwerk Greifswald hatte die Firma Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH beauftragt 370 Meter Regenwasser-Leitung in der Langen Reihe zu sanieren. Die dort vorhandene Eiprofilleitung aus Beton stammt aus den 30-iger Jahren und verläuft unter der Straße. Diese wie ein Ei geformte Hauptleitung hat eine Höhe von 90 Zentimeter und eine  maximale Breite von 60 Zentimeter Durchmesser und wurde im Inliner-Verfahren, ohne die Straße zu öffnen, komplett saniert. So fuhr ein rund 50 Tonnen schwerer LKW über Nacht von Thüringen nach Greifswald und brachte das künftige Rohr, ein in Kunstharz getränkter Nadelfilzschlauch und für den Transport in Kunsteis verpackt zur Einsatzstelle. Mit Hilfe von Wasser wird dieser überdimensionale Schlauch an die Rohrwandung des Altrohres gepresst. Für diesen Bauabschnitt wurden ca.170 Kubikmeter Wasser gebraucht, die auf 85 °C erwärmt wurden. Dadurch härtet das Kunstharz aus. Nach dem langsamen Abkühlen und Ablassen des Wassers entsteht ein neues Rohr im alten Betonkanal.